Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosa gehört zu den chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED). Sie ist durch eine Entzündung (-itis) der Schleimhaut des Dickdarms (lat. Colon) charakterisiert. In der Regel beginnt die Entzündung am Mastdarm (Rektum) und breitet sich im Verlauf immer weiter den Darm hinauf aus. Bei rund der Hälfte der Fälle beschränkt sich die Erkrankung auf das Rektum und das Sigmoid (letzter Teil des Dickdarms). Bei rund einem Drittel ist auch der absteigende Dickdarmteil, der sich an das Sigmoid anschließt, betroffen. Die Übrigen Patienten leiden unter einem Befall des gesamten Darms.
320.000 Bundesbürger leiden an einer chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED)
Experten schätzen die Zahl der Menschen in Deutschland, die an einer chronisch-entzündliche Darmerkrankung(CED) leiden, auf rund 320.000. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen leidet an Colitis ulcerosa. Die andere Hälfte der Patienten ist an Morbus Crohn erkrankt, ebenfalls eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die u. a. ähnliche Symptome wie Colitis ulcerosa aufweist, die jedoch im Unterschied zur Colitis kein kontinuierliches, sondern ein abschnittsweises Befallsmuster zeigt.
Colitis ulcerosa erhöht das Darmkrebsrisiko
Die Ergebnisse mehrerer medizinischer Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit Colitis ulcerosa ein höheres Darmkrebsrisiko haben als gesunde. Im Rahmen einer Metastudie, die Daten aus über 100 Studien auswertete, ermittelten Wissenschaftler, dass sich bei knapp 4 % der Colitis-Patienten im Laufe der Zeit ein Tumor im Darm entwickelt. Regelmäßige Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen sind daher insbesondere für Menschen mit Colitis ulcerosa empfehlenswert.