Colitis ulcerosa: Symptome und Diagnose

Colitis ulcerosa ist eine chronische Erkrankung, die meist in Schüben verläuft. Das Hauptsymptom bei Colitis ulcerosa sind blutig-schleimige Durchfälle. Je nach Krankheitsaktivität müssen Colitis-Patienten mehrmals täglich ihren Darm entleeren. Bei schweren Verläufen (sog. fulminanten Schüben) können diese starken Durchfälle zu Dehydration, Mangelernährung, Gewichtsverlust und Fieber führen. In einer solchen Phase hoher Krankheitsaktivität kann es u. U. auch zu akuten Komplikationen wie dem sog. toxischen Megakolon kommen. Dabei wird der Dickdarm stark ausgedehnt, es kommt zu einem aufgeblähten Bauch, Fieber, Herzrasen und Schock. In diesem Fall sollte umgehend ein Notarzt gerufen werden.

Ergibt sich aus dem Anamnesegespräch im rahmen der Diagnose und der körperlichen Untersuchung der Verdacht, dass eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung vorliegt, kann eine Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob eine Entzündung vorliegt. Im Labor werden im Blut sog. Entzündungsmarker bestimmt (z. B. C-reaktives Protein, Blutsenkungsgeschwindigkeit und Leukozytenzahl). Durch die Untersuchung von Stuhlproben auf Erreger können Infektionskrankheiten oder Parasitenbefall ausgeschlossen werden.

Die Diagnose sichern kann nur eine sog. Darmspiegelung. Mithilfe eines Endoskops (flexibler Schlauch mit integrierter Lichtquelle und Kamera) kann der Arzt die Schleimhaut des Darms genau untersuchen. Die für chronische Darmerkrankungen typischen Veränderungen lassen sich hierbei gut erkennen. Unter anderem anhand des Befallsmusters kann der Arzt in der Regel zwischen Colitis ulcerosa (kontinuierlicher Befall der Dickdarmschleimhaut) und Morbus Crohn (abschnittsweiser Befall der Dünn- und Dickdarmwand) unterscheiden. Bei Bedarf können zudem Gewebeproben entnommen werden, die später zur Diagnose im Labor untersucht werden (sog. Biopsie).

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Colitis ulcerosa-News von Curado.de

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  • Autoimmunkrankheiten nehmen zu 20.06.2011
    Immer mehr Menschen leiden an Autoimmunerkrankungen. Besonders oft trifft es junge Frauen. Beispiele sind der Lupus erythematodes ("Wolfsröte"), rheumatische Erkrankungen, Darmleiden wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn oder die Hashimoto-Thyreoiditis (eine Schilddrüsen-Entzündung).
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    „Wenn ein Viertel aller betroffenen Patienten ihren Dickdarm verlieren, können wir kaum von einer vergleichsweise gutartigen Darmerkrankung sprechen“, sagt Privat-Dozent Dr. Thomas Ochsenkühn. Dennoch sind derlei Ansichten über die „Colitis ulcerosa“ gerade in der deutschen Ärzteschaft noch immer verbreitet, erklärt der Leiter der Spezialambulanz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) am Klinikum der Universität München (LMU).
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